Sparsamer und schonender Umgang mit Grund und Boden

Aus Planungspraxis - Planen verstehen
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Als Einleitung ein wenig | Unterhaltung!


„Um eine Reduzierung der Flächenversiegelung zu erreichen, sind verschiedene Möglichkeiten denkbar:

- Festsetzung der überbaubaren bzw. nicht überbaubaren Grundstücksfläche durch Baulinien, Baugrenzen oder Bautiefen (| § 9 Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit [§ 23 BauNVO]);

- Festsetzung, dass von der nicht überbaubaren Fläche nur ein bestimmter Prozentsatz befestigt werden darf;

- Ausschluss der durch die BauNVO (| § 19 Abs. 4 Satz 2]) ermöglichten Überschreitung der GRZ durch Nebenanlagen, Garagen und Stellplätze um 50%, um die damit verbundene Erhöhung der überbaubaren Grundstücksfläche zu vermeiden;

- Festsetzung von Freiflächen und deren Nutzung (| § 9 Abs. 1 Nr. 10), etwa um das Orts- und Landschaftsbild zu erhalten oder Frischluftschneisen zu schützen;

- Festsetzung heimischer und standortgerechter Bäume und Hecken auf den freizuhaltenden Flächen. Soll zum Schutz von Grund und Boden eine verdichtete Bebauung angestrebt werden, so kann dies auf unterschiedliche Weise erreicht werden:

- durch die Festsetzung eines entsprechenden Maßes der baulichen Nutzung mit |Grundflächenzahl (GRZ) oder Größe der Grundfläche der baulichen Anlagen;

- durch die Festlegung einer maximalen Grundstücksfläche nach | § 9 Abs. 1 Nr. 3 für Wohngrundstücke;

- durch die Festsetzung eines Mindestmaßes der | Geschossflächenzahl (GFZ) zur Erzielung einer Mindestdichte im Baugebiet.

Allerdings kann und sollte eine solche Verdichtung nicht unbegrenzt erfolgen. Gerade in städtischen Ballungsräumen ist es ökologisch sinnvoll und notwendig, wertvolle Freiflächen zu erhalten. Nicht zuletzt aus diesem Grunde legt die BauNVO Obergrenzen für die Verdichtung fest, die bei der Festsetzung im Bebauungsplan zu beachten sind ([| § 17 BauNVO]).“(1)

Excurs: | Flächenressourcenmanagement Schleswig-Holstein mit Grafik!

Einzelnachweis

(1) „Bauen und Klimaschutz“ , in: Kommunale Politik gestalten“, Hrsg. Petra-Kelly-Stiftung, München Januar 2007


Anwendungsbeispiele aus rechtsverbindlichen Bebauungsplänen

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