Entfremdung zwischen Bürger und Politik durch Mangel an Mitwirkungsmöglichkeiten

Aus Planungspraxis - Planen verstehen
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Der Mangel an Mitwirkungsmöglichkeiten entsteht u.a. auch, weil Wirtschaftsunternehmen sowohl international als auch lokal zunehmend Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen. Da ist es nicht verwunderlich, wenn den „Globalisierungstendenzen“, deren Steuerungsmechanismen kaum beherrschbar scheinen, der Wunsch nach identitätsstiftenden Lösungen zur Gestaltung des persönlichen Umfeldes entgegengehalten werden. Dem Trend zunehmender Anonymisierung steht ein „steigendes Interesse an bürgerschaftlichem Engagement gegenüber, weil gerade im anonymisierten Alltag das Bedürfnis nach selbstgestalteten sozialen Netzen steigt“ (Lüder Busch, Seite 17 zitiert nach Franziska Eichstädt Bohlig)

„Die Bevölkerung besitzt mangelndes Vertrauen in die Bereitschaft der Politiker - auch der Kommunalpolitiker! - auf die Bürger zu hören. Das krass negativ formulierte Statement „die Politiker machen doch nur, was sie selbst wollen", wird bei Umfragen von ca. 2/3 der Befragten bejaht. Selbst bei Kommunen mit wenigen tausend Einwohnern ist dies nicht viel anders! Letztlich sitzt an diesem Punkt zumindest indirekt nun aber auch der entscheidende Grund für die Lustlosigkeit von Politik und Verwaltung gegenüber der Bürgerbeteiligung und für den vielfachen Widerstand, auf den man auf dieser Seite stößt. Da die Mehrheit nicht teilnimmt, bleibt man mit den „üblichen Verdächtigen" allein, die man begründetermaßen im Verdacht hat, „kein Mandat" zu haben und auf die man sich deshalb lieber nicht ernsthaft einlassen will, weil einen dies nicht zuverlässig genug an „die" Bürger (oder „die" Wähler) heranbringt“ („Bürgeraktivierung in der Kommune?, Hoffnungen Enttäuschungen, Perspektiven“, Vortrag von Prof. Dr. Helmut Klages, März 2009, München, http://www.netzwerk-gemeinsinn.net/content/view/486/45/)

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